Keiretsu


Keiretsu bedeutet wörtlich die “Reihe” oder auch “Linie”. Bezeichnet werden mit diesem Begriff japanische Konzerne, die folgende Merkmale aufweisen:

  • Vergabe von Aufträgen vor allem innerhalb der Unternehmensgruppe
  • Aufbau eines starken Zugehörigkeitsgefühls der Mitarbeiter
  • Generalhandelshaus für den Handel im In- und Ausland
  • shachô-kai (Treffen der Unternehmensführung zur Strategieabsprache)
  • Querinvestitionen innerhalb der Unternehmen in der Gruppe
  • Kreuzbesetzung von Managerpositionen

Im Zusammenhang mit Keiretsu wird auch der Begriff “wirtschaftliche Verbundgruppen” verwendet. Eine einheitliche Definition für keiretsu gibt es neben dem Katalog von Merkmalen jedoch nicht.

Es wird auch in horizontale und Vertikale keiretsu unterschieden:

  • Horizontale keiretsu setzen sich aus Unternehmen verschiedener Branchen zusammen.
  • Vertikale keiretsu bezeichen Endhersteller und deren Zulieferunternehmen (jap. kigyo keiretsu) oder Handelsketten (ryutsu keiretsu).

Mittlerweile ist eine Rückkehr des keiretsu-Verhaltens in der japanischen Wirtschaft zu erkennen, da die Vorteile der Kostensenkung durch vertikale keiretsu nicht von der Hand zu weisen sind.

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